Die Malediven sind im günstigen Falle gerade einmal rund 9 Flugstunden von Deutschland (Frankfurt/M.) entfernt. Für manche mag dies nach einer unheimlich langen Flugzeit klingen; vergleicht man sie jedoch mit anderen Destinationen die solch traumhaften Inseln im tropischen Meer zu bieten haben (Südseefeeling), so wird schnell deutlich, dass wir uns damit für eine Fernreise noch immer in so etwas wie einem 'relativen Nahbereich' bewegen.

  • Palau   ca. 23 h Reisezeit incl. Zwischenlandungen
  • Tahiti   ca. 35 h Reisezeit incl. Zwischenlandungen
  • Samoa ca. 32 h Reisezeit incl. Zwischenlandungen
  • Sidney ca. 24 h Reisezeit incl. Zwischenlandungen

Von Deutschland aus werden sowohl Non-Stop-Flüge (Hinflug meist über Nacht, Rückflug entsprechend über Tag) als auch Flüge mit Zwischenlandungen angeboten. Zweitere ergeben natürlich durch ihre Zwischenaufenthalte eine teilweise deutlich längere Reisezeit. Auf diesem Hintergrund kann heute jeder Reisende über die Fluggesellschaft die für ihn ideal passende Relation zwischen Reisepreis auf der einen Seite und Reisedauer auf der anderen Seite wählen.

Bereits der Anflug auf die Malediven ist ein Erlebnis. Das Flugzeug kommt meist über NNO auf die Inselgruppe zu und dreht dann um von Süden her den International Airport von Hulule anzusteuern. Dabei breitet sich unter dem Flugzeug die ganze Pracht der 'Inseln im Ocean' aus. Es ist immer wieder ein Genuss das zu erleben.


This photo of Robinson Club Maldives is courtesy of TripAdvisor


Ankunft

Malé International AirportVon oben betrachtet erweckt die Flughafeninsel (MLE: Malé International Airport: MLE) den Eindruck als sei die Landebahn direkt ins Meer gebaut. So ganz falsch ist dieser Eindruck ja auch nicht. Der Flughafen wurde aus der Insel Hulule und zusätzlich gewonnenen Landflächen (Hulhumale) gebildet um eine Runway für Großflugzeuge darauf zu errichten (N 4o 11'31'' - E 73o 31'45''). Dabei liegt die Landefläche gerade einmal 2 m über Meereshöhe.

Auf der linken Seite der Insel befinden sich die Parkpositionen, die Empfangs- und Abfertigungsgebäude sowie der Hafen für die Fähr- und Shuttle-Boote; auf der rechten Seite der Landebahn die Einrichtungen für die Wasserflugzeuge.

Den ersten Kontakt zur 'Maledivian Air' erhält der Reisende so bald er die Gangway des Flugzeugs hinabsteigt. Urlauber die aus dem 'kalten Norden' kommen und entsprechend warme Kleidung tragen bekommen hier ihren ersten Schweißausbruch. In der Regel geht es jetzt zu Fuß zum Empfangsgebäude. Dort heißt es dann zunächst einmal an einer der langen Schlangen vor der Passkontrolle anzustehen und sich in Geduld zu üben.

am GepaeckbandNach überstandener Immigration kann wieder gewartet werden. Dieses Mal am Gepäckband. Da es einige Zeit dauert bis die Koffer aus der Maschine entladen sind sollte man auch hier nicht nervös werden. Angenehm klimatisierte Hallen helfen dem ankommenden Reisenden langsam auf Temparatur zu kommen. Es sei denn, man führt alkoholische Getränke, Schweinefleisch oder gar pornografische Bildbände mit sich. Diese sind auf den Malediven verboten und werden bei der Gepäckkontrolle mit hoher Sicherheit entdeckt und gleich konfisziert.

Hat der Reisende auch die Gepäckkontrolle problemfrei überstanden, kann er das Empfangsgebäude verlassen. Davor aufgereiht stehen in der Regel Mitarbeiter verschiedenster Reiseveranstalter von denen die Urlauber in Empfang genommen und zu den Countern der jeweiligen Tourist-Resorts oder Fluggesellschaften weiter geleitet werden. Kann ein solcher Mitarbeiter nicht identifiziert werden, sollte man einfach nach seiner Zielinsel fragen; Malediver sind in der Regel sehr freundlich und helfen gerne weiter.
Je nach erfolgter Buchung kommt jetzt der Weitertransport der angekommenen neuen Gäste und deren Gepäck per Boot oder (Wasser-)Flugzeug zum Ziel-Resort.

 

 


Transfer zur Insel

In den 'guten alten Zeiten' befanden sich die meisten Tourist-Resorts innerhalb eines Umkreises von bis zu ca. 70 km um Malé. Damals warteten Motor-Dhonis (einheimische Boote) auf die eintreffenden Gäste und beförderten diese in gemächlichem Tempo zur jeweiligen Ziel-Insel.

Diese Zeiten jedoch sind längst vorbei. Entfernungen von bis zu 400 km zur Touristen-Insel machten eine Anpassung der Transportmittel dringend erforderlich. Nach einer Phase mit ausgedienten russischen Helikoptern wird heute der Reisende mit Speedbooten, Wasserflugzeugen oder bei entsprechender Infrastruktur (Domestic-Airports in verschiedenen Atollen) mit kleineren Propellermaschinen weiter befördert. Egal mit welchem Transportmittel der neu eingetroffene Gast weiter reist, er sollte sein Gepäck im Auge behalten um zu vermeiden, dass dieses eventuell aus Versehen auf eine falsche Insel transportiert wird.

Mit dem Wasserflugzeug zu Ihrer Insel - der Beginn eines tollen Urlaubs auf den MaledivenLiegt das Ziel des Reisenden außerhalb des Nord- oder Süd-Male-Atolls ist auf jeden Fall eine Weiterreise per Flugzeug (Wasserflugzeug oder Propellermaschine) angeraten, da eine Fahrt mit Speedbooten über längere Distanzen auf Grund der außerhalb der Atolle durch den Seegang verursachten Schiffsbewegungen nicht sehr angenehm und damit auch kein überaus gelungener Start in einen tollen Urlaub ist. Eine entsprechende Disposition muss auf jeden Fall bereits zuhause bei der Buchung getroffen werden. Sicherlich kommt ein Flugtransfer teuerer als eine Weiterreise per Speedboot, das Erlebnis die Inselwelt der Malediven erneut aus der Luft genießen zu dürfen ist diesen geringen Mehraufwand mit Sicherheit wert.

Verlässt man das Ankunfts-Terminal des International Airport, dann befinden sich die Terminals für die Weiterbeförderung bequem zu Fuß erreichbar ungefähr 300m vom Hauptgebäude entfernt. Auf der linken Seite liegen die Stege für den Weitertransport per Boot und gegenüber auf der rechten Seite das Domestic-Terminal für den Weitertransport per Inlandsflug. (Aktuell werden die Passagiere die mit dem Wasserflugzeug weiter reisen nebst ihrem Gepäck noch mit einem Kleinbus zum separaten Terminal für Wasserflugzeuge befördert das sich auf der anderen Seite der Runway befindet. Allen diesen Alternativen der Weiterbeförderung gemeinsam ist, dass der Reisende sein Gepäck im jeweiligen Terminal nochmals einchecken muss. (Achtung: bei Übergepäck werden bei den Weiterflügen, egal ob Wasserflugzeug oder Propellermaschine, in der Regel nicht unerhebliche Zusatzgebühren erhoben.)

Hulule Airport               Domestic Terminal

Boot Terminal    Propellermaschine    Trans Maldivian Airtaxi

 


Endlich auf der Insel

Bis der in Deutschland aufgebrochene Reisende dann auf 'seiner Malediveninsel' eingetroffen ist vergehen nicht selten 12 bis 14 Stunden oder vielleicht sogar mehr. Er hat inzwischen intensiven Kontakt mit dem warmen Klima erhalten und sehnt sich mit Sicherheit nach einer Dusche.

Welcome DrinkAber wie in jedem Hotel dieser Welt muss auch hier zunächst einmal eingecheckt werden. Es gilt etwas Papierkram zu erledigen, was dem neuen Gast meist mit einem Willkommensdrink und einem feuchten Tuch zur Erfrischung versüßt wird. Aber dann geht es auf direktem Wege zum Bungalow, der für die kommenden Urlaubstage das willkommene Domizil sein wird. Dieser wird sich je nach Buchung unter Palmen am Strand oder als Wasserbungalow in der Insellagune befinden.

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